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Famulaturbericht HSK Wiesbaden

Wie man Innere lieben lernt!

01. WIE VERLÄUFT DIE ANMELDUNG?

–> kurze Bewerbung per Mail an das Chefsekretariat des Zentrums für Innere Medizin II mit Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnissen. Vorab ist eine Untersuchung bei der klinikeigenen Betriebsmedizinerin notwendig. Wer von weiter weg anreist, sollte dies unbedingt mit einplanen.

02. WAS KANN MAN LERNEN?

Gerade im Studiumsalltag gehen praktische Fertigkeiten trotz Lehrklinikangebote ja zeitlich gerne mal unter. Wer sich somit noch unsicher ist, wie man richtig Braunülen legt und sowohl den Patienten wie auch sich selbst ungute Erlebnisse ersparen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Da es keinen Blutabnahmedienst wie in einigen anderen Kliniken gibt, obliegt es den Famulanten und PJlern darauf zu achten, dass beides auf Station organisiert ist. Nach 30 Tagen Famulatur sollte es wirklich jeder gelernt haben .. ;) Trotz hohen Zeitdrucks nehmen sich die Assistenzärzte auf Station wirklich immer Zeit, wenn man etwas nicht verstanden hat und wenn es einen spannenden Fall gab, wurde ich jedes Mal mitgenommen. Letztlich haben wir dann fast jeden Tag mehrfach Unterricht am Krankenbett gemacht, was eine wirklich tolle Erfahrung gewesen ist. Hinzu kam dann täglich die Übernahme von Patientenaufnahmen mit anschließender Vorstellung. Am nächsten Tag haben wir uns dann zusammen die Bildgebung angeschaut und Laborbefunde interpretiert. Zwischenzeitlich bestand immer mal wieder die Möglichkeit, an den Ultraschallgeräten zu üben und sich gegenseitig zu schallen. Da eine große Diagnostikabteilung angegliedert ist, konnte ich auch dort täglich über die Schulter schauen, bekam sehr viel erklärt und durfte gegen Ende assistieren.

03. WAS KANN MAN NICHT MACHEN?

Selbst endoskopieren :D Das war aber auch das Einzige, das nicht ging. Ansonsten war einfach alles möglich, solange man einfach nachgefragt hat. Dann war immer jemand zur Stelle, um es einem beim ersten Mal zu zeigen. Anschließend durfte ich die Aufgabe jedes Mal selbsttätig übernehmen

04. WIE IST DIE STIMMUNG?

Auf Station sehr gut. Uns Studenten gegenüber wurde durch die Ärzte, in dem Maße wie ich es beurteilen kann, große Wertschätzung entgegengebracht. Zu keiner Zeit wurden wir als Studenten als unnötig betrachtet oder dergleichen. Es gab keinen Tag, an dem das ganze Team nicht zusammen Essen gewesen ist, sodass man von Anfang an direkt mit eingebunden ist.

05. FAZIT

Wer sich unsicher ist, wie er eine Stations-Famulatur gestalten soll, dem sei diese Station empfohlen. Es bietet sich hier die Möglichkeit Untersuchungsskills zu trainieren und Fertigkeiten wie Blutabnehmen und Braunülen legen sicher zu beherrschen. Die Atmosphäre hierfür ist überdurchschnittlich gut, da jederzeit hochmotivierte Ansprechpartner einem zur Seite stehen und dabei helfen, dass die 4 Wochen ein voller Erfolg werden!

 

Links:

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