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Exploring Prasonisi-Beach

Angenehm kühl wirbelt der Fahrtwind den frischen Meeresgeruch in den Innenraum unseres Kleinstwagens, während wir mit atemberaubenden 70km/h die einzige „Schnellstraße“ der Insel hinabfahren. Vorsichtig den Schlaglöchern ausweichend, halten wir beide die Ziegenherde auf der Höhe eines verfallenen Bauernhauses im Auge. Merke: Wenn eine Ziege die Straße kreuzt, halte besser an. Es kommen noch locker 10 weitere. Diesmal haben wir Glück und zuckeln weiter in Richtung Süden.

Es entbehrt nie einem gewissen Reiz, das äußerste Ende von etwas zu erkunden. So fühlt es sich in diesem Moment an, während wir langsam die dichte Besiedelung der Touristenorte hinter uns lassen und dörre Flächen und Olivenhaine die Oberhand gewinnen, als würden wir das Ende der Welt erkunden.

Die Abfahrt in Richtung Prasonisi-Beach ist nicht zu verfehlen. Selbst uns, die wir uns mit unseren 15cm Bodenfreiheit fühlen, als würden wir ewig so weiterfahren, fällt das große handgemalte, leicht verwitterte Schild mit der Aufschrift „Prasonisi-Beach“ sofort ins Auge. Für alle die noch nicht dort waren: Das Ortschild von Kattavia ist der richtige Moment, um aus dem gemächlichen „Staun-Traum“ aufzuwachen.

War uns während der vergangenen 25 Minuten kein Auto auf der Hauptstraße begegnet, wird es nun auf dem letzten Streckenabschnitt wieder voller. Nach dem Passieren einer Bergkuppe wird klar, mitten im untouristischten Gebiet der ganzen Insel, liegt der Hotspot, der auf keiner Rhodosreise, bei der man einen Mietwagen hat, fehlen darf.

Bei dem Strand von Prasonisi handelt es sich um einer aufgespülten Verbindung aus Sand, die die Hauptinsel mit einer wesentlich kleineren vorgelagerten Insel verbindet. Dieser Isthmus wird in regelmäßigen Abschnitten vom Meer überflutet, wodurch die kleine Insel vollständig abgetrennt wird (siehe Link).

Ein Teil des Strandes verwandelt sich in der touristisch Nutzbaren Zeit in einen gigantischen Parkplatz. Unzählige Mietwagen, bis unters Dach (und auf dem Dach provisorisch festgezurrt) vollgepackt mit Surferutensilien, aber auch unzählige Wohnmobile. Hatten wir uns zuvor immer gefragt, wo sich die ganzen Deutschen auf der Insel befinden; hier sind sie.

Selbst wenn man, wie wir, nicht vor hat zu surfen und es auch nicht ratsam schien, bei so viel Wassersportlern inmitten all des Trubels zu baden, so ist dieser Strand, auf der einen Seite die ruhige Ostküste mit ihren sachten, gemächlichen Wellen, auf der anderen Seite die raue Westküste, deren Gischt deutlich aggressiver uns entgegenschlägt.

Zeitaufwand? Fahrzeit ca 1h ab Pefkos bei normaler Fahrweise

Wo essen? Immer dem Matrosen hinterher :D Dort gibt es eine leckere Pizza!

Und danach? Immer weiter die Westküste hinauf, dazu später mehr..

© OpenStreetMap-Mitwirkende http://www.openstreetmap.org/copyright

 

Links:

http://prasonisi-beach.com/de/prasonisi/wissenswert –> Bilder von Prasonisi bei Überflutung