/Tag 1 – Mit Pferdepower auf den Berg

Tag 1 – Mit Pferdepower auf den Berg

Eigentlich ist es noch Nacht, als das iPhone unbarmherzig neben meinem Kopf vibriert. 02.45h leuchtet auf dem Display auf. Ich blinzele mit den Augen. Greife im Halbschlaf nach T-Shirt und Zahnbürste, zum Glück ist das Auto schon gepackt. Zehn Minuten später, begrüsst das Garmin Navi uns lautstark auf dem „Direktflug“ nach Kals am Großglockner. Spotify-Playlist gestartet und los geht es in den Urlaub!

Wenige Stunden später. Mittlerweile sind wir froh, vor der Urlauberwelle losgefahren zu sein. Teilen uns die rechte Spur mit anderen Kleinwagenurlaubern auf einer ansonsten leergefegten Autobahn. Um kurz vor der Grenze dann doch noch auf einem hoffnungslos überfüllten Rasthof kaufen eine Vignette zu dürfen. Leider ist nicht jeder so entspannt, wie wir. Kaffee zur Konditionierung wäre jetzt nicht schlecht. Male mir aus, wie viele Tassen ich für 4€ selber kochen könnte. Wir fahren weiter.

Kurz hinter der Grenze, endlich Kufstein. Fünf Minuten hinter der Abfahrt ein McDonalds  mit gutem Kaffee, netten Leuten und freiem WLAN. Erstaunlicherweise ist es hier relativ leer. Nach und nach kommen vor allem junge Urlauber herein, man spricht von der sich füllenden Autobahn in Richtung Süden.

Wir lassen Kufstein hinter uns. Vor uns tut sich ein gewaltiges Bergpanorama auf. Urlaubsstimmung macht sich breit. Auch in den Autos nebenan. Weit und breit kein Österreicher zu sehen. Irgendwann verengt sich die Autobahn zur Landstraße. Synchron dazu verlangen wir unserem vollgepackten Fiesta alles ab, als wir uns in die Kolonne einreihen. Zurückgeschaltet. Mit 60km/h immer steiler den Berg hinauf. Die Straße ähnelt einem Flickenteppich. Vorbei an Wasserfällen, durch Steinschlagschutzanlagen hindurch. Dies wiederholt sich, immer wieder und wieder. Und wir kommen aus der Begeisterung für die Landschaft gar nicht mehr heraus.

Alles gipfelt, im wahrsten Sinne, in der Auffahrt zum Bergdorf Kals. Eine Straße so schmal, dass wir an dem entgegenkommenden LKW nur mit Schritttempo vorbeikommen. Nur nicht rechts den Abhang hinunterschauen. Immer durch die nächste Serpentine.

Doch angekommen wird man belohnt. Es ist 10.00h. Kein Stau. Gigantisches Wetter. So beginnt ein entspannter Urlaub!

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Blick von „Burg“ talabwärts
Auf dem Weg ins Dorfertal
Auf dem Weg ins Dorfertal


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