/Lappland 2013 – 10

Lappland 2013 – 10

Auch an unserem Strand morgens keine wärmenden Sonnenstrahlen. Graue Wolken verhöhnen unsere Hoffnung auf gutes Wetter. Karges Frühstück. Prasselndes Lagerfeuer. Für das Ambiente. Hebt Moral. Und taut Finger auf. Dehnen das Packen in die Länge. Wer gibt schon gerne eine Idylle auf. Blick auf die Karte verspricht für das Etappenziel nur dichten Wald. Wir packen langsamer.

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Nebenbei brennen beide Optimus-Kocher auf Hochtouren. Nichtleuchtende Flammen zischen gen Himmel. Die Kocher sind zu sparsam. Und unsere Rechenmethode zu pessimistisch. Also abfackeln für einen leichteren Rucksack.

Zurück zum Padjelantaleden. Gestriger Weg stößt auf keine Gegenliebe. Fataler Fehler. Alternativroute erweist sich nach 100m als Sackgasse. Dichtes Gestrüpp. Weg endet an der Spitze einer Landzunge mitten im Fluss. Furten mit beherzten Schritten. Trockene Schuhe. Stehen mitten in einem Moor. Ein Schritt. Versinke bis zur Wade im Dreck. Stinkende Brühe läuft von oben in den Stiefel. Dann aber richtig. 10 Schritte später. Als hätte ich mich im Dreck gewälzt. Es stinkt. Und macht unglaublichen Spaß.

Belohnung für die Aktion. Sonne strahlt mit hoher Intensität. Wir sollen wohl auch ohne Dreck braun werden.

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Tarradalen. Ein Paradies im Urzustand. Dichter Baumbewuchs. Hohe Gräser. Leuchtende Blumen. Herumschwirrende Hummeln. Gebirgsbäche, die unseren Weg rechtwinklig kreuzen.

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Wie erwartet. Am Zielort nichts als dichter Wald. Definitiv der engste Zeltplatz bisher. Ein absoluter Kontrapunkt zur unendlichen Weite des Hochfjälls.

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Stolpern über Spannschnüre wird zur Dauerbeschäftigung. Hat jemand die roten Schnüre vorher mal getestet? Sieht man nämlich nicht im Dunkeln. Unser Lager dafür bestens. Gewaschene Kleidung ist auf Wäscheleinen im ganzen Wald verteilt.

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